Dein Logo – Warum du für einen professionellen Auftritt mehrere Varianten brauchst (und wie du sie anwendest)

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Ich werde von meinen Branding-Kunden oft gefragt, warum sie unterschiedliche Varianten ihres Logo benötigen und wie sie diese verwenden sollen. Hast du dir diese Frage vielleicht auch schon gestellt? Dann möchte ich sie dir mit diesem Artikel beantworten.

Dein Branding soll sich idealerweise durch deinen kompletten Auftritt ziehen, damit du eine stimmige Marke aufbauen kannst. Sei es nun auf deiner Visitenkarte, Service-Broschüre, Website oder den Social Media Kanälen.

Diese unterschiedlichen Medien bringen individuelle Anforderungen an das Logo mit. Nicht nur, dass sie in Digital- und Printmedien unterschieden werden, sie haben auch unterschiedliche Formate (Hoch- und Querformat, quadratisch).

Aus diesem Grund benötigst du dein Logo in unterschiedlichen Ausführungen (Variationen). Diese sind für unterschiedliche Formate optimiert, denn ein querformatiges Logo, ist meistens nicht für ein Medium im Hochformat geeignet.

Nehmen wir an, deine Visitenkarte ist hochformatig und du hast ein querformatiges Logo. Dieses wird darauf schlecht zur Geltung kommen: Die Anordnung auf dem Format wird unausgewogen wirken und es wird stark verkleinert werden müssen, damit es von der Breite her auf deine Visitenkarte passt. Jetzt wirst du dir vielleicht denken: “Dann hat meine Visitenkarte eben Querformat.” Das kannst du natürlich machen :-) Aber vielleicht ist das Hochformat die bessere Entscheidung für deine Marke. Dann müssen wir dieses “Problem” lösen.

Du siehst an diesem Beispiel, dass das Medium oft das Format vorgibt. Es ist wichtig das zu berücksichtigen, damit eine harmonische Gestaltung entsteht. Und darauf musst du vorbereitet sein.

Und da kommen die Logo-Varianten ins Spiel! Sie sind sozusagen “dein Logo, optimiert für unterschiedliche Formate und Anwendungsfälle”. Was passiert, wenn das Logo nicht “optimiert” ist? Ich habe ein Beispiel für dich vorbereitet:

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Du siehst hier das Logo im Profilbild für Twitter. Im linken Bild ist das Logo, genauso wie das Titelbild, quadratisch. Es sitzt mittig im Format wodurch die Abstände zu allen Seiten gleich sind. Dadurch wirkt es harmonisch. So soll es sein!

Im rechten Bild wurde ein querformatiges Logo verwendet. Es wurde stark verkleinert, damit es von der Breite her ins Format passt. Dadurch wurde auch die Schrift vekleinert und ist schlecht lesbar geworden. Das wollen wir unbedingt vermeiden!

Nun weißt du, warum das mit den Logo-Varianten so ein wichtiges Thema ist. Und was ich mit diesem „optimiert“ meine.

Was brauche ich für Logo-Formate?

Wie du in dem unten eingefügten Brand Board siehst, gibt es das Primär- und Sekundär-Logo sowie verschiedene Marken (ich komme gleich noch darauf, was Marken genau sind).

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Die Logos

Zuerst möchte ich dir gern die beiden Logo-Varianten vorstellen, bei denen es sich auch wirklich noch um dein Logo handelt. Denn die Marken entfernen sich immer mehr davon und sind eher als kleine Stimmungsmacher zu sehen, die für die richtige Atmosphäre sorgen. Damit auch niemand vergisst, dass er sich in deiner Markenwelt aufhält ;-)

Das Primär-Logo

Für das Primär-Logo ist das Allerwichtigste, dass es immer deine erste Wahl sein sollte! Du es also bevorzugt vor allen anderen verwendest.

Das große Ziel deines Brandings ist es, dass deine (potenziellen) Kunden damit vertraut werden und es künftig mit dir in Verbindung bringen. Das ist dann der Wiedererkennungswert, von dem du im Zusammenhang mit einer professionellen Marke vielleicht schon gehört hast.

pri·mär /primä́r/ an erster Stelle stehend; erst-, vorrangig; grundlegend, wesentlich
— Google

Das Primär-Logo ist dein Hauptlogo und ist in den meisten Fällen hoch- oder querformatig und die „ausführlichste“ Version der Varianten. Es enthält meist ein visuelles Element, wie ein Icon, deinen Businessnamen und eine Unterzeile.

Anwendungsbeispiele: Typischerweise auf Visitenkarte, Website, Schildern oder Titelgrafiken im Social Media.

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Das Sekundär-Logo

Diese Variante ist immer die zweite Wahl, wenn das Primär-Logo nicht funktioniert. Wenn es zum Beispiel nicht in das vorgegebene Format passt oder so verkleinert werden muss, dass die Schrift nicht mehr lesbar ist.

Das Sekundär-Logo sollte dem Primären immer ähneln und sich davon nicht zu sehr unterscheiden. Es ist ein vereinfachtes Primär-Logo, nur in einem anderen Format.

se·kun·där /sekundä́r/ an zweiter Stelle [stehend], zweitrangig, in zweiter Linie [in Betracht kommend
— Google

Wenn ein Primär-Logo ein querformatiges Design hat (und in einem quadratischen nicht funktionieren würde), sollte das Sekundär-Logo ins Spiel kommen und an dieser Stelle passen. Zum Beispiel als hochformatiges oder quadratisches Logo.

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Die Marken

Wie ich schon gesagt habe unterscheiden sich die Marken sdeutlicher von deinem Logo und sind als zusätzliche Elemente zu sehen. Sie gehören aber optisch trotzdem noch dazu, indem sie die gleiche Schrift, Abstände oder andere Elemente verwenden. Es ist allerdings nicht ihre Aufgabe das Logo zu ersetzen. Vielmehr runden sie deine Marke ab und schlau angewandt, helfen sie dir beim Aufbaun einer prägnanten Markenwelt.

Die Primär-Marke

Die Primär-Marke kann alles Mögliche sein: Von einem simplen Icon (denke an einen angebissen Apfel) über ein Monogramm, bis zu einem kreativen Siegel (wie in meinem Beispiel). Sie wird oft gemeinsam mit dem Primär-/Sekundär-Logo verwendet und steht selten für sich allein (eine Ausnahme siehst du in meinem Beispiel unten – Wie das mit den Ausnahmen immer so ist).

Anwendungsbeispiele: In der Fußzeile der Geschäftsausstattung, Brand Muster, als Favicon im Browsertab, Aufkleber/Label, manchmal als Profilbild, etc.

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Die Sekundär-Marke

Sie ist meist ein zusätzliches Designelement und rundet deine Marke ab. Die Sekundär-Marke wird immer in Verbindung mit anderen Elementen verwendet. Sie kann zum Beispiel ein Gründungsjahr enthalten à la „established since …“ oder ein einfaches Icon sein.

Anwendungsbeispiele: Am unteren Rand der Visitenkarte, auf Verpackungen, als Muster, etc.

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Es ist wichtig, dass du verstehst wie, dein Logo und die Elemente dir dabei helfen, deine Marke und deinen Stil zu etablieren. Wenn du sie an den richtigen Stellen einsetzt, werden sie zu einer stimmigen, einprägsamen Markenwelt beitragen, die beim Betrachter ein begeistertes WOW hervorruft!

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